Codex der Zusammenarbeit
Gemeinsame Grundsätze für verantwortungsvolles Handeln
Der Codex der Zusammenarbeit beschreibt die Werte, Leitlinien und Regeln, nach denen die FWG mit Partnern, Mitgliedern und Unterstützenden zusammenarbeitet.
Der Codex
Die FWG ist ein Zusammenschluss von Personen, die aus religiösen, humanitären, geistes- und kulturgeschichtlichen oder aus städtebaulichen Gründen den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche unterstützen. Grundlagen ihrer Positionen sind ihre Satzung und der „Ruf aus Potsdam“.
Die FWG fördert den Wiederaufbau unter Einbeziehung möglichst aller gesellschaftlichen Gruppen. Sie handelt in besonders enger Abstimmung mit der Stadt Potsdam und der Ev. Kirche. Sie beteiligt sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an allen Aktivitäten der Stiftung Garnisonkirche Potsdam zum Bau, zur Erhaltung und zur Nutzung der Garnisonkirche. Darüber hinaus arbeitet die FWG mit den im Bündnis Potsdamer Mitte zusammengeschlossenen Innenstadtvereinen und mit verschiedenen Rekonstruktionsinitiativen zusammen.
Die FWG arbeitet nicht mit Personen oder Organisationen zusammen, die in politischer, gesellschaftlicher oder religiöser Hinsicht extremistische oder fundamentalistische Positionen einnehmen. Falls ehemalige Angehörige solcher Organisationen die Zusammenarbeit oder Aufnahme als Mitglied suchen, verlangt die FWG eine vorherige Distanzierung von diesen Positionen. Die FWG nimmt keine finanziellen Zuwendungen an, die mit Bedingungen verbunden sind, die nicht ausdrücklich in ihrer Satzung vorgesehen sind.
Geltungsbereich
Der Codex der Zusammenarbeit gilt für alle Formen der Mitwirkung an der Arbeit der FWG – unabhängig davon, ob diese ehrenamtlich, projektbezogen oder institutionell erfolgt. Er findet Anwendung bei internen Abstimmungen ebenso wie bei öffentlichen Auftritten und Kooperationen.
Erwartung an Mitwirkende
Von allen Mitwirkenden wird erwartet, dass sie:
- die Ziele der FWG respektieren und nach außen nicht untergraben
- verantwortungsvoll mit ihrer Rolle und Wirkung in der Öffentlichkeit umgehen
- die Arbeit der FWG nicht für parteipolitische, ideologische oder persönliche Zwecke instrumentalisieren
Umgang mit Konflikten
Konflikte werden als Teil gemeinsamer Arbeit anerkannt. Die FWG setzt auf frühzeitige, offene und sachliche Klärung. Persönliche Auseinandersetzungen sollen nicht öffentlich ausgetragen werden, sondern in geeigneten internen Formaten gelöst werden.
Öffentliche Kommunikation
Äußerungen im Namen der FWG erfolgen abgestimmt und im Rahmen der jeweiligen Zuständigkeiten. Persönliche Meinungen sind als solche kenntlich zu machen. Die FWG achtet auf eine sachliche, respektvolle und deeskalierende Kommunikation in der Öffentlichkeit und in digitalen Medien.
Verantwortung im historischen Kontext
Die FWG ist sich der besonderen historischen Bedeutung des Wiederaufbaus der Garnisonkirche Potsdam bewusst. Zusammenarbeit und Kommunikation erfolgen mit Sensibilität gegenüber der Geschichte des Ortes und den unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven darauf.
Umgang mit Verstößen
Bei begründeten Hinweisen auf Verstöße gegen den Codex wird der Sachverhalt geprüft. Ziel ist stets die Klärung und Wiederherstellung einer konstruktiven Zusammenarbeit. Weitere Schritte richten sich nach Art und Schwere des Verstoßes.
Inkrafttreten
Dieser Codex der Zusammenarbeit tritt mit seiner Veröffentlichung in Kraft. Er ergänzt bestehende Regelwerke und ersetzt keine gesetzlichen oder satzungsrechtlichen Vorgaben.
