Danksagungen

Menschen, die den Wiederaufbau nachhaltig geprägt haben und immer noch prägen

Ein Dank geht an alle Unterstützer des Wiederaufbaus. Hier ein Auszug.

Unser besonderer Dank

Der Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche ist das Ergebnis jahrzehntelangen Engagements. Viele Persönlichkeiten aus Kirche, Politik, Kultur und Gesellschaft haben das Projekt ideell, öffentlich oder ganz konkret begleitet. Ihnen gilt unser besonderer Dank.

Burkhart Franck (1942–2025)

Mit dem Tod von Burkhart Franck im Jahr 2025 verliert das Projekt des Wiederaufbaus der Garnisonkirche eine prägende Persönlichkeit der frühen Jahre.

Als Oberst a. D. verband er soldatische Pflichterfüllung mit tiefem christlichem Glauben. Disziplin, Loyalität und Aufrichtigkeit prägten sein Handeln – ebenso wie Toleranz, Humor und Menschlichkeit. Er stellte sich nie in den Vordergrund, sondern wirkte verlässlich im Hintergrund.

Als Gründungsmitglied und langjähriger Schriftführer der Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche Potsdam e.V. (FWG) sowie zeitweise als Vorsitzender (2012 - 2014) setzte er sich konsequent für den Wiederaufbau ein. Sein Einsatz, sein Wissen und seine Integrität bleiben unvergessen.

Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.

Dr. Richard von Weizsäcker (1920–2015)

Altbundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker war dem Projekt über viele Jahre eng verbunden. Bereits 2004 eröffnete er die Ausstellung „Menschen in der Verantwortung“ am Standort der Garnisonkirche. Seit 2012 war er Ehrenkurator der Stiftung Garnisonkirche.

Seine Worte aus der Rede vom 8. Mai 1985 – „Versöhnung ohne Erinnerung kann es nicht geben“ – prägen bis heute die inhaltliche Ausrichtung des Projekts. Beim Wiederaufbau sprach er von der Kirche als notwendigem „Lernort der deutschen Geschichte“

Marianne von Weizsäcker

Marianne von Weizsäcker begleitete den Wiederaufbau mit unterstützender Anteilnahme. 2019 war sie Ehrengast bei der feierlichen Setzung der ersten Steine des Sockelgeschosses. Ihre biografische und persönliche Verbundenheit mit Potsdam unterstreicht die historische Dimension des Ortes.

Siegfried Grube

Siegfried Grube ist eine herausragende lokale Unterstützerpersönlichkeit im Wiederaufbauprojekt. Der erfolgreiche Kaufmann aus Potsdam brachte sich durch zahlreiche Aktionen, Sponsoring-Initiativen und kreative Fundraising-Formate ein – von Benefizveranstaltungen über Spargelschäl-Wettbewerbe bis zu lokalen Kooperationen. Sein Engagement hat die bürgerschaftliche Beteiligung am Projekt nachhaltig gestärkt.

Prof. Dr. Wolfgang Huber

Als ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung prägte Prof. Dr. Wolfgang Huber die theologische und gesellschaftliche Ausrichtung des Projekts maßgeblich.

Bereits 2008 war er an der Gründung der Stiftung beteiligt.

Seine wiederholten Beiträge in der Potsdamer Spitze unterstreichen die Bedeutung der Garnisonkirche als „Schule des Gewissens“ und Ort der Versöhnung.

Jörg Schönbohm (1937–2019)

Jörg Schönbohm gehörte zu den Erstunterzeichnern des „Rufes aus Potsdam“ vom 15. Januar 2004. Mit seiner Unterschrift unterstützte er die Initiative zum Wiederaufbau der Garnisonkirche bereits in einer Phase, in der das Projekt noch keineswegs gesichert war.

Als Innenminister des Landes Brandenburg (1999–2009) begleitete er die öffentliche Diskussion um das Vorhaben und trug dazu bei, dem Projekt politische Sichtbarkeit zu verleihen. Sein Engagement steht für die frühe parteiübergreifende Unterstützung des Wiederaufbauanliegens.

Matthias Platzeck

Auch Matthias Platzeck gehörte zu den Erstunterzeichnern des „Rufes aus Potsdam“. Damit unterstützte er das Projekt in seiner Funktion als amtierender Ministerpräsident des Landes Brandenburgs (2002-2013).

Seine Mitwirkung unterstreicht, dass der Wiederaufbau von Beginn an nicht nur als bauliches, sondern als gesellschaftliches und historisches Anliegen verstanden wurde. Die Unterzeichnung durch den Regierungschef des Landes Brandenburg war ein wichtiges Signal für die öffentliche Wahrnehmung des Projekts.

Manfred Stolpe (1936–2019)

Manfred Stolpe zählte ebenfalls zu den Erstunterzeichnern des „Rufes aus Potsdam“. Als erster Ministerpräsident Brandenburgs (1990–2002) nach der Wiedervereinigung und späterer Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (2002–2005) brachte er eine hohe politische Autorität in die Initiative ein.

Seine Unterstützung verlieh dem Projekt in der Anfangsphase besonderes Gewicht. Sie dokumentiert, dass der Wiederaufbau der Garnisonkirche frühzeitig als Teil einer verantwortungsvollen Auseinandersetzung mit Geschichte und Identität verstanden wurde.

Johann-Peter Bauer

Als Vorsitzender der Fördergesellschaft (2006–2012) trug Johann-Peter Bauer entscheidend zur politischen und gesellschaftlichen Vernetzung des Projekts bei. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Gespräche geführt, Unterstützer gewonnen und das Projekt strukturell gefestigt.

Prof. Dr. Horst Köhler

Als Bundespräsident übernahm Prof. Dr. Horst Köhler die Schirmherrschaft für den Wiederaufbau. Diese Unterstützung unterstreicht die nationale Bedeutung des Projekts.

Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble äußerte öffentlich seine Unterstützung für den Wiederaufbau und betonte die Notwendigkeit historischer Heilung und Versöhnung.

Prinz Heinrich XI. Reuß

In den frühen Jahren engagierte sich Prinz Heinrich XI. Reuß besonders für die Mitgliederwerbung der Fördergesellschaft. Dadurch konnte die Mitgliederzahl bereits 2004 deutlich gesteigert werden.

Ergänzende Würdigung

In unserer Dankesliste möchten wir all jenen Raum geben, die das Projekt begleitet haben – sei es durch:

  • ihre ideelle Unterstützung,
  • Finanzierungsimpulse,
  • gesellschaftliche Präsenz,
  • kreative Aktionen oder
  • fachlichen Austausch.

Ihr Engagement hat dazu beigetragen, dass der Turm der Garnisonkirche heute als Ort der Erinnerung, des Lernens und der Versöhnung stehen kann.